Dienstag, 19. April 2011

Diverses

1 Eine erneute Ode an die chinesische Qualität 

Ich muss mal wieder ein Loblied auf die chinesische Qualität singen. Als ich kürzlich beim Nudeln kochen das Wasser in das Spülbecken goss, liefen mir auf einmal mehrere Lieter kochendes Wasser über den Fuß, da kam mal wieder Freude auf. Es war einfach so ein Rohr komplett durchgebrochen. ich hab dann auch gleich unsere Maklerin angerufen und schon kurze Zeit später stand der handwerklich begabte Mann der Vermieterin in der Wohnung. Dann einfach ein bisschen Klebeband drum und schon passt die Sache wieder. Bei der Gelegenheit hat er auch gleich nach unserer Mikrowelle geschaut, die ist auch schon eine Weile kaputt. Inzwischen haben wir sogar eine nagel Neue! 

Auf unsere Fahrräder laufen inzwischen schon die ersten Wetten, wann sie auseinander fallen. Ich tippe mit 3. Juli auf das früheste Datum. Nachdem mein 2. Fahrrad mittlerweile schon gar nicht mehr gebrauchsfähig ist, könnte ich mir vorstellen das ich gewinne. 

2 Wassershow



Letztes Wochenende haben wir uns mal die sagenumwobene Wassershow in Suzhou angeschaut. Wir haben uns einen netten Platz, auf der untersten Stufe einer kleinen Treppe gesucht, das war eigentich ganz vorne. Und dann haben wir mit einer riesen Menschenmenge darauf gewartet, dass die Show beginnt. Dann ging es endlich los - und prompt mussten hunderte Chinesen ihren Platz wechseln und dabei direkt durch unser Blickfeld laufen, oder darin stehen bleiben. Ansonsten war die Wassershow ganz schön. Man stellt sich einfach die Wassershow in Las Vegas vor, ungefähr 10 mal so kitschig und untermalt mit übertrieben lauter, schriller chinesischer Musik. 



3 Sonstiges 

Dieses Wochenende gab es dann nach langem mal wieder KARAOKE! Das gute am Karaoke ist, dass man da einfach seine eigenen Getränke mitbringen kann und sich somit einige Ausgaben spart. Anschließend ging es dann noch in meinen lieblings Club, das Pravda. Da Sarah, Birgit und ich mit dem Fahrrad zum Karaoke gefahren sind, sind wir dann auch gleich mit dem Fahrrad weiter zum Club gefahren. Die anderen konnten es gar nicht fassen, dass wir uns jetzt nachts um 12 auf unsere Fahrräder setzen und einige Kilometer zum Club fahren. 


Ansonsten geht hier momentan nicht sehr viel außer lernen. Nächste Woche haben wir schon Zwischenprüfungen und die legen ein ganz schön krasses Tempo vor. Wir haben jetzt schon die ersten zwei Bücher durch, in Schwenningen hätten wir für eins vermutlich fast zwei Semester gebraucht. 

Oh und inzwischen haben wir nach langer Zeit auch endlich mal einen Schlüssel für unseren Briefkasten. Zuerst hatte unsere Vermieterin behauptet es gäbe keinen Briefkasten, doch als ich mich mal auf die Suche gemacht habe, hab ich ihn dann gefunden. Doch zunächst wollte unsere Vermieterin uns den Schlüssel trotzdem nicht geben, mit dem Argument, wir häben bei dem Vertragabschluss nicht gesagt, dass wir den Schlüssel für unseren Briefkasten wollen. Ja ist klar oder? Man muss ja auch extra erwähnen, dass man irgendwie an seine Post kommen will! Nun haben wir ihn aber doch, nachdem wir unterschreiben mussten, dass wir nur unsere Post aus dem Briefkasten nehmen. Wessen Post auch immer sonst in unserem Briefkasten sein sollte...

Grüßle aus Suzhou 

eure Anni <3

Donnerstag, 7. April 2011

上海 ( Shànghǎi)

Also vom 3. bis zum 5. April war das chinesische Totengedenkfest (清明节). Das heißt wir hatten Montag und Dienstag frei, war wir gleich für Besuch von unseren zwei Mädels, Antonia und Katharina, die in Qingdao sind, genutzt haben. Wir sind dann von Freitag bis Sonntag nach Shanghai und am Montag und Dienstag haben wir ihnen dann noch Suzhou gezeigt. 

Birgit, Sarah und Ich sind am Freitag Nachmittag mit dem Zug nach Shanghai gefahren, das geht extrem schnell, in weniger als einer halben Stunde waren wir schon dort. Dann sind wir in unser Hostel, Shanghai City Central Youth Hostel, das uns von Freunden von Birgit empfohlen wurde, die zur selben Zeit auch dort waren. Antonia und Katharina kamen erst Nachts mit dem Flugzeug an, also sind wir alleine erstmal per Metro zum Bund. Der Bund ist eine Uferpromenade von der man auf die ganzen neuen Gebäude gegenüber des Flusses schauen kann. Dort sind wir ein bisschen hin und her gelaufen und haben einige Fotos gemacht. Und dort standen dann auch auf einmal 20-30 um uns zu Fotografieren, die haben mich gar nicht mehr weggelassen. Nachdem die ersten zwei uns gesichtet hatten, kamen alle wie eine Büffelherde auf uns zugestürmt. 




Dann sind wir wieder ins Hostel und haben uns dort mit den Freunden von Birgit getroffen, mit denen wir dann gemeinsam essen und anschließend in einen Club gingen. Der Club in den wir gingen heißt "M1NT" und ist im obersten Stockwerk von einem 24. stöckigen Gebäude. Über die gesamte Länge des Eingangbereiches ist ein Aqarium in dem Haie schwimmen. Also eine ziemlich coole Location jedenfalls. 

Am Samstag sind wir dann zuerst in ein Stadtbezirk, in dem früher die französische Konzession lag. Darum ist dieser Stadtbezirk, laut Wikipedia, von Alleen mit Platanen gekennzeichnet, die vor mehr als einem Jahrhundert aus Frankreich eingeführt wurden. Da Antonia und Katharina den Bund noch nicht gesehen hatten, sind wir da nochmal hin und anschließend von dort aus durch einen Tunnel unterm Fluss durchgefahren, auf die gegenüberliegende Seite vom Bund. Diese Fahrt soll besondere Licht- und Musikeffekte haben, die waren allerdings total unspektakulär. 

Später waren wir dann auch noch bei dem bekannten Fake - und Pearlmarket beim Shanghai Science & Technology Museum. Dort haben wir uns dann, selbstverständlich, Stunden lang aufgehalten. Eigentlich waren wir die meiste Zeit davon im dem Pearlmarket unterwegs und haben verschiedenen "echten" Schmuck gekauft. Wusstet ihr z.B. das ein paar echte Jade Ohrringe nur 2,50 € kosten? ;-) Gut oder? Abends waren wir dann so geschafft, dass wir nicht mehr weg gegangen sind. 

Am Sonntag sind Birgit und ich nochmal zu dem Fakemarket gefahren, weil die ihr ein Armband in der falschen Größe gegeben hatten und wir beide nochmal einige Perlen kaufen wollten und die anderen Mädels haben so lange schonmal Tickets für den Zug von Shanghai nach Suzhou gekauft. Wir haben uns dann alle am People's Square wieder getroffen. Da sind wir dann eine weilchen durch so ein kleines Gärtchen gelaufen. Da haben wir dann auch ganz viele Chinesen gesehen, die überall irgendwelche Zettel aufgehängt haben, auf denen Beschreibungen ihrer Kinder sind. Auf diese Weise suchen in China die Eltern einen Parnet für ihre Kinder, wenn die es nicht selbst hinbekommen. 




 Anschließend ging es dann in einen Park. In den Yu- Garten,  豫园 (Yùyuán), das ist angeblich einer der schönsten Gärten Chinas. Auf dem Weg dahin haben wir in einem sehr bekannten Baoze Restaurant gegessen. Baoze sind Teigtaschen mit Füllung, also quasi fast wie Maultaschen. Dieser Yu-Garten war dann wirklich sehr hübsch. Und dann haben wir uns auch schon langsam wieder auf den Weg ins Hostel gemacht um unser Gepäck zu holen. Auf dem Weg sind wir noch bei einer Metrostation ausgestiegen, um das Hard Rock Cafe zu suchen, damit ich mir ein T-shirt kaufen kann, aber wir haben es leider nicht gefunden :( 


So gegen 9 Uhr Abends sind wir dann mit Antonia und Katharina im Schlepptau in Suzhou angekommen. Da haben wir in den folgenden zwei Tagen auch noch einige Parks und so angeschaut, unter anderem den Lion Forest Garden. Gerade hab ich aber keine Lust mehr das genauer auszuführen. Gärten, Pagoden und viele Chinesen eben. 




So und hier noch ein paar Bilder von den Gärten in Suzhou: