Sonntag, 29. Mai 2011

Suzhou Impressionen - 山塘街

Hier einige Bilder unseres Sonntäglichen Ausfluges in die Shan Tang Jie, in Suzhou.  


  










Mittwoch, 25. Mai 2011

Seidenraupe

Sodele, 

eigentlich wollte ich euch im letzten Blogeintrag noch was mitteilen, hab es aber vor lauter Haarproblem ganz vergessen. Undzwar waren wir kürzlich bei einem BBQ, bei denen einem alle möglichen Sachen gegrillt werden. Bei der Gelegenheit hab ich dann mal Raupe probiert. Seidenraupe im Kokon, schmeckt eigentlich ganz okay. Es schmeckt ein wenig nach Ei, der Kokon ist ziemlich zäh, allerdings hat beim letzten Bissen in meinem Mund etwas gespritzt, das war ein wenig eklig. Hab dann auch gleich mal Auster probiert, aber gekocht. Dann halte ich also die halb abgebissene Auster zwischen meinen Stäbchen und frage fröhlich "oh was ist denn das grüne da?" und Sarah Antwortet "das Herz", nach dem wir uns dann halb kaputt gelacht haben, hab ich die Auster mit ihrem grünen Herz vollends verputzt. 


Eigentlich hatte ich geplant hier meine Adresse zu posten, damit ihr mir alle Briefe schreiben könnt, aber Birgit hat soeben ihre Besorgnis geäußert, seine Adresse in einen öffentlich zugänglichen Blog zu posten. Demnach könnt ihr mich alle gern per E-mail fragen, dann bekommt ihr die Adresse! 




Grüßle 

eure Bai Ting


PS: Also so grün ist es nun gar nicht mehr. Schon fast wieder 
güldenes Haar, vllt halt dunkel gülden. 

Donnerstag, 19. Mai 2011

Bai ting, die weiße Anmutige, müsste jetzt ehr die grüne Anmutige heißen -.-

So liebe Leute, 

ansich ist hier grad alles wunderbar. Ich gewöhn mich von Tag zu Tag mehr an die Chinesen und mittlerweile fühl ich mich sehr zu Hause. Hab sogar das Gefühl weniger angestarrt zu werden, als merkten die Chinesen dass ich hier, fast, hingehöre. Es macht richtig Spaß sich mit dem Fahrrad durch den total verrückten Verkehr zu schlängeln. Und es ist total faszinierend die extremen Unterschiede zu betrachten. Einerseits ist China einfach noch ein Entwicklungsland, da sieht man Bauarbeiter wie sie lasten auf ihrem Rücken an irgendwelchen Bambusstangen transportieren und andererseits ist alles mega modern, mit riesigen, leuchtenden Gebäuden.

So, das einzige was nicht wunderbar ist sind meine Haare. Ich ging am Sonntag zu einem Frisör, um die Haare zu färben, das war ehr kein Erfolg. Sie sollten minimal dunkler werden, damit man den Ansatz nicht so sehr sieht und jetzt sind sie viel, viel dunkler mit einem grün-grau Stich. Das war zuerst natürlich eine Katastrophe. Aber mittlerweile hab ich mich einigermaßen daran gewöhnt. Der grün-grau Stich scheint sich auch langsam wieder rauszuwaschen. Aber ich hätte sie halt eigentlich gern auch wieder so hell :(


Ansonsten hab ich jetzt ein neues, altes Fahrrad. Nachdem mein altes auseinander gefallen ist, was mich zum Gewinner der Fahrradwette macht, hab ich versucht die Fahrräder zurück zu geben, hab aber nur noch einen kleinen Teil des Geldes wieder bekommen. Das hat aber dafür für ein gebrauchtes Fahrrad, der besten Marke die es in China gibt, gereicht. Das scheint stabiler zu sein. 


Und dem Shoppingwahn bin ich heute auch mal wieder verfallen, was mich sehr von meinen grünen Haaren ablenkt :)

grüßle eure 

"lü ting"

Montag, 9. Mai 2011

Xiamen & Qingdao

五一 

"5 1" - das lange Mai Wochenende, besteht aus drei freien Tagen. Diese drei Tage sind allerdings nicht Montag, Dienstag und Mittwoch wie wir annahmen, sondern Samstag, Sonntag und Montag. Leider haben wir das erst erfahren als wir schon Flüge nach Xiamen und Qingdao gebucht hatten. Also flogen wir am Freitag den 29.04 nach der Uni nach Xiamen. Das war mal wieder eine Aktion, zuerst sind wir viel zu Spät los zum Zug nach Shanghai, wir kamen dann 5 Minuten vor Abfahrt am Bahnhof an und das auch nur weil unser Taxi fahrer sich noch mehr beeilt hat, als sie es eh immer machen. Dann hatten wir unterschätzt, dass wir in Shanghai nochmal fast 2 Stunden mit der Metro zum Flughafen brauchen, und kamen dann erst um 19:20 Uhr am Flughafen an, doch um 19:20 Uhr hätte eigentlich schon das Boarding begonnen, da der Flieger um 19:50 Uhr ging. Dann sind wir die blöden zum Schalter gerannt, natürlich war es der, der am weitesten hinten war. Gepäckaufgabe und Ticketdrucken ging dann recht schnell, dort wurde uns dann auch empfohlen zu rennen. Und weiter gings, wir sind wie die Irren zum Securitycheck gerannt, wo ich dann wegen dem Stativ für meine Kamera rausgezogen wurde (was bei allen anderen Flügen noch NIE jemanden gestört hat), völlig abgehetzt kamen wir dann 15 Minuten vor Abflug endlich beim Gate an(wieder das, das am weitesten entfernt war), für gewöhnlich wird das Gate 15 Minuten für Abflug geschlossen und dann wurde uns dort gesagt "zu spät", wir dachten schon das Flugzeug sei weg, doch dann haben wir erfahren, dass der Flug über eine halbe Stunde verspätung hat. 


In Xiamen studieren auch Freunde von uns, bei denen wir die ersten Tage auf dem Sofa geschlafen haben. Später sind wir dann aber Planmäßig noch ins Hostel umgezogen. Xiamen ist eigentlich bekannt für sehr schönes Wetter und da es am Meer liegt, hatten wir uns auf Strand gefreut. Leider hat uns das Wetter da einen Strich durch die Rechnung gemacht, es hat die ganze Zeit geregnet. Trotzdem haben wir uns dort die Sachen angeschaut die man sehen muss. Am einen Tag waren wir auf der Insel Gulangyu, Xiamen selbst ist eine Halbinsel. Auf der Insel kann man gemütlich einen Hügel hinauflaufen, auf dem verschiedene Gebäude stehen und alle möglichen Suveniers verkauft werden. 








Auch die Xiamen University haben wir gesehen, die mit zu den schönsten des Landes gehört. Direkt neben der Uni ist ein Berg mit vielen kleinen Tempeln darauf. Den sind wir dann am Dienstag hochgewandert. Geregnet hat es da zwar gerade nicht, aber dafür war es so Schwül das man kaum Atmen konnte. Die Schwüle hier in China ist oft sehr anstrengend, in Xiamen konnten wir quasi keinen Schritt machen ohne sofort zu Schwitzen. Am Dienstag hab ich mich dann nach unserer Wanderung mit meiner chinesischen Freundin "Jessie" getroffen. Sie war 2009 zum Studium an unserer Hochschule in Schwenningen und ich war damals ihr Buddy (Buddys sind dafür da um sich um die Austauschstudenten zu kümmern, ihnen bei Problemen zu helfen, die Hochschule zu zeigen usw). Wir haben uns damals auf Anhieb sehr gut verstanden und sind enge Freunde geworden. Und nach über einem Jahr haben wir uns jetzt in China wieder gesehen, das war toll. Wir sind dann zusammen zur Maniküre und zur Massage. Eine Massage in China kann übrigens ganz schön Schmerzhaft sein und eine Ganzkörpermassage ist wirklich eine Ganzkörpermassage. Ansonsten haben wir halt das übliche gemacht, ein bisschen Shopping, gemütlich durch die Straßen flanieren und natürlich feiern und essen. (Das Essen in Suzhou ist viel besser!!! Aber der Japaner war gut, hoffentlich bin ich jetzt nich verstrahlt.)

Langnasen auf Abwegen

Am Donnerstag sind wir dann weitergeflogen um unsere Freunde in Qingdao zu besuchen. Qingdao liegt ebenfalls am Meer und ebenfalls war es kein Wetter um an den Strand zu liegen. Aber dafür sind wir am Strand entlangspaziert, war trotzdem schön. In Qingdao waren wir auch so richtig wandern. Eigentlich dachten wir, wir gehen in einen kleinen Park am Strand, dieser hat sich dann allerdings als ein recht hoher Berg entpuppt. Hierfür hatten wir zwar nicht wirklich das richtige Schuhwerk an, haben ihn aber trotzdem erklommen. Begonnen hat es einfach mit ganz normalen Treppen, wie es in China üblich ist. Bisher waren eigentlich überall auf den Bergen nur Treppen, keine richtigen Wanderwege. Später allerdings, als der normale gemütliche Pfad zuende ging und nur noch ein "dangerus" Abenteuer Pfad weiterführte, kamen wir dann doch noch weg von den Treppen. Dieser Abenteuer Pfad war teilweise ganz schön steil/rutschig, so dass man sich an einem Seil hochziehen musste. Ganz besonders abenteurlich wurde es dann beim runter gehen, da hatte man ohne dieses Seil oft fast keinen halt. (Wie das in China eben so ist, war das Seil oft auch durchgerissen oder die Befestigungssäulen schon einige Meter den Berg runtergekullert.)


 Auf der Strecke waren wir auch die ganze Zeit komplett alleine, bis wir zu einem Tempelgebäude kamen, das gerade im Bau war. Dort haben uns die Bauarbeiter ganz verwundert angeschaut. Und irgendwann kamen dann beim Absteig auch wieder die Treppen ins Blickfeld, um dorthin zu gelangen mussten wir dann allerings erstmal über eine Schranke aus Bäumen und Ästen steigen, auf der auf der anderen Seite stand --> GESPERRT! Naja, demenstprechend hatten wir wenigstens unsere Ruhe :)









Wir sind dann am Sonntag Abend wieder von Qingdao nach Shanghai geflogen und gegen 21 Uhr gelandet, der letzte Zug nach Suzhou fährt allerdings um 21 Uhr. Dann sind wir mit unserem Gepäck über einen Kilometer zum Langstreckenbus gelaufen, um dort zu sehen das dort alles schon geschossen ist. Letztendlich mussten wir dann ein Taxi nehmen, das waren ca. 60€, aber für eine Strecke von über 100km gehts das ja eigentlich. Bei dem Flug waren wir übrigens mit Jacken und Pulli bepackt, weil es in Qingdao recht kalt war, und beim verlassen des Flughafens schlugen uns dann Abends um 22 Uhr stolze 28°C entgegen. 
Grüßle vom Balkon in Suzhou 
(31°C :-) ) eure Anna

PS: Das verstehen sie auch nicht, die Chinesen, warum jemand freiwillig in der Sonne sitzt, anstatt sich mit einem Sonnenschirm vor der Bräune abzuschirmen.