Montag, 28. Februar 2011

Der erste "Schultag"

Heute hatten wir unseren ersten richtigen Tag an der Uni. Wir hatten erst Chinesisch und dannach...Chinesisch! Also zuerst gesprochene Sprache und dannach ehr schriftlich, wobei das fast auf das gleiche raus kam. Zu Beginn war es recht schwer überhaupt was zu verstehen, weil die Lehrerin einfach auf Chinesisch los gelabert hat, sie hat zwar zwischendrin auch mal einige wenige Wörter Englisch verwendet, zwecks der Erklärung, aber das war fast genauso "verständlich" wie das Chinesisch. Nach einer Weile ging es dann aber ganz gut, selbst wenn man nicht immer alle Wörter kennt, kann man aus dem Zusammenhang doch einiges verstehen. Den zweiten Block hatten wir dann bei einer anderen Frau, die komplett nur auf Chinesisch mit uns sprach. Sie hat uns dann gleich irgendwelche Sachen beschreiben lassen (Handys) und anhand davon dann neue Vokabeln erklärt. Das war irgendwie ganz cool, ich war fasziniert wie es funktionieren kann das die einfach komplett auf Chinesisch erklärt und man es trotzdem versteht. Ich glaub in dem Jahr kann man sehr viel lernen, wenn man will ;-)

Nach dem Unterricht waren wir drei Mädels dann mit Fabi essen und dann ist sogar noch zufällig ein Koreaner aus Fabis Kurs zu uns gestoßen. Sehr lustig, zum ersten Mal gehören wir zu den Internationals! Zu Hause hab ich dann gleich noch fleißig Chinesisch gelernt. Wir haben uns von einem Deutschen der bei uns in Level 2 ist die Bücher von Level 1 ausgeliehen und ich hab mal die raus geschrieben die wir nicht gelernt hatten. Die werd ich dann jetzt mal in der kommenden Woche aufholen,  kann ja nicht sein dass ich denen in dem Kurs in irgendwas nachstehe!!! 

So, ein gutes Nächtle wünsch ich! Ich chill jetzt noch etwas und erhohle mich, um morgen wieder sehr gewissenhaft lernen zu können!

:-)


PS: Ich bin schon fast eine waschechte Chinesin, trink den ganzen Tag Tee und ess elends scharfes Zeug, bei dem man sich beinahe alles verbrennt! Nur die Schlitzaugen fehlen noch...leider!


Freitag, 25. Februar 2011

我们的大学 & 没有



Also gestern, am 24. Februar waren wir zum ersten Mal in unserer Hochschule, der soochow University! Dort haben wir uns angemeldet und gleich einen mündlichen und schriftlichen Einstufungstest in Chineisch gemacht. Wir hatten natürlich alle seit mehreren Wochen kein Chinesisch mehr geschrieben und auch nicht wirklich gesprochen (Schuhkauf und Bestellen von Essen mal ausgenommen). Dementsprechend peinlich war die ganze Sache dann auch. Vor allem bei der mündlichen Prüfung kam ich mir sehr bescheuert vor. Die Ergebnisse haben wir dann erst heute bekommen. Nach dem Test sind wir dann also mal über das Gelände geschlendert, das wirklich seeeehr groß ist. Ist schon wie eine eigene Stadt. Dabei kamen wir auch an den Studentenwohnheimen vorbei und konnten durch die Fenster etwas reinspähen. Ich sag nur: zum Glück sind wir nicht im Studentenwohnheim. Das sind extreme Bruchbuden, total winzig klein, alle total vollgestellt und ich glaube man muss sie sich mit einigen anderen Teilen. 

Ansonsten verlief der Tag vollends recht Ereignis los, wir waren noch ewig im Supermarkt und anschließend Essen. 

Heute Morgen sind wir dann wieder zur Uni, um unsere Ergebnisse einzusehen und Bücher für die Entsprechenden Chinesisch Kurse zu kaufen. Sarah und ich sind in Level 2, Birgit wäre sogar in Level 3 gewesen, doch nachdem sie das Buch gesehen hat, entscheid sie sich doch für Level 2, aber ein Level 2 Kurs in etwas schnellerem Tempo. Naja, ich war schon sehr froh nicht in den Anfänger Kurs zu müssen und wieder mit "Ni hao" anzufangen! Nach dem Bücherkauf sind wir dann zu einem Fahrradladen. Für ca. 40 Euro haben wir uns dort jede ein Fahrrad + Schloss + Korb gekauft. Kam uns nicht teuer vor. 


Später sollte sich allerdings herausstellen, dass man für diese Qualität auch ca. 20 Euro weniger zahlen häte können. Bei Sarah ist schon heute der Reifen geplatzt, Birgits Sattel biegt sich schon nach hinten und bei mir klappert einfach irgendwas an den Rädern total laut! Naja, wenigstens haben wir unsere ersten Fahrten überlebt, was doch irgendwie verwunderlich ist. Also ich hab einfach gar keine Worte dafür wie die Fahrräder, Roller, Autos, Busse usw. kreuz und quer über die Kreuzungen fahren. Ich mach mal ein Video! Und heute musste ich mal wieder, wie so oft, die Erfahrung machen, dass die häufigst verwendete Aussage hier 没有(Mei you) ist. Mei you heißt "das haben wir nicht". Egal ob man im Restaurant ein Salad bestellen will, oder ein Brotmesser im Supermarkt sucht (was für Brot überhaupt?) MEI YOU! Mei you Cola, Mei you Salat, Mei you Brotmesser...man zeigt auf was in der Speißekarte --> Mei you! 

Heute Abend haben wir uns hier mit verschiedenen Leuten getroffen unter anderem Juhua Wang, die  für ein Semester in Schwenningen war,  Fabian ein Student aus unserem Semester in Schwenningen und seine chinesische Freundin. Erst waren wir chinesisch Essen und dann "Kalaoke" singen. Das war mal wieder typisch. Übrigens war ich auch schon vor 23 Uhr zu Hause...also so die Party People sind das hier ja nicht!

Tips und Tricks & Wissenswertes:

So und hier jetzt mal ein paar wissenswerte Sachen am Rande:

1. In China immer Klopapier mit sich tragen. In den meisten öffentlichen Klos gibt es keins. 
2. Das Klopapier NICHT im Klo runterspülen sondern in einem Mülleimer entsorgen. 
3. Wenn es hinter einem hupt sollte man so nah an den Rand des Geh-/Fahrradweges wie möglich.
4. Als Verkehrsteilnehmer muss man IMMER aufpassen und hoch konzentriert sein.
5. Man gibt hier kein Trinkgeld. 
6. Es stinkt öfters mal ziemlich, aus Ecken, Gullis usw. 
7. Man sollte immer ein Wörterbuch mit sich tragen, weil fast keiner Englisch spricht. 
...usw. ich schätz mal es werden noch einige solche Ratschläge und Eindrücke kommen.

Gehabt euch wohl
kussi bussi

Mittwoch, 23. Februar 2011

Wohnungssuche in China & Anderes


Am Montag den 21. Februar trafen wir uns mit unserer Maklerin, Rebecca, zur gemeinsamen Wohnungssuche. Rebecca hat uns dann zwei Wohnungen gezeigt, die erste war allerdings nicht so sauber, aber seeeehr groß. Die zweite Wohnung war tip top sauber, auch sehr groß mit etwas schönere Zimmern. Wir haben uns dann recht schnell, vor Ort, entschieden dass wir diese Wohnung nehmen werden. Und dann ging der Kampf los, unsere Maklerin und die Vermieterin haben über eine Stunde verhandelt, hauptsächlich über den Preis. Unsere Vorgänger hatten 5500 Rmb Yuan für die Wohnung gezahlt, aber Rebecca wollte für uns unbedingt 5000 Yuan rausschlagen. Zu Beginn haben beide noch gelächelt und diskutiert, doch im laufe der Zeit wurde es immer lauter, das lächeln ist verschwunden und die Vermieterin zeigte häufig auf Sarah's Guess Tasche und mein teures Mäntelchen, und hat die ganze Zeit irgendwas von "Deguo" (Deutschland) gelabert. Wir vermuten sie hat zum Ausdruck gebracht dass wir ja reiche Deutsche seien.  

Nach langem hin und her hat Rebecca dann die 5000 Yuan durchgesetzt, doch dann kam die Vermieterin mit ganz neuen Ideen, wie z.B. 500 yuan im Monat, für chinesisch Unterricht von ihr. Das haben wir natürlich dankend abgelehnt, also blieb es einfach bei 5000 im Monat, zuzüglich Internet, Wasser usw. Wir sollten dann am nächsten Tag einziehen und gleich für die nächsten 3 Monate Miete bar bezahlen und zusätzlich eine Monatsmiete als Kaution. Dies wären 20 000 Yuan gewesen, was ca. 2. 220 Euro entspricht. Leider hatten Birgit und Sarah aber fast kein Geld mehr auf ihren Kreditkarten, und ich auch nur noch ca. 900€ und eine Überweisung auf die Kreditkarte kann mehrere Tage dauern. Wir haben dann am Abend Rebecca angerufen und gefragt was wir machen sollen, weil wir nicht so viel Bargeld abheben können. Sie meinte dies würde kein Problem sein und sie würde es dann einfach am nächsten Tag der Vermieterin erklären. 

Am nächsten Tag, den 22. Februar, sind wir dann mit unserem ganzen Gepäck mit dem Taxi angereist. Wir haben einen Vertrag bekommen und uns diesen ausführlich durchgelesen. Dann als wir den Vertrag bereits unterschrieben hatten, berichtete Rebecca der Vermieterin das wir nur 10 000 Yuan jetzt bar bezahlen könnten, worauf diese fast ausgerastet ist und schon wieder die Verträge einpacken wollte und den Deal platzen lassen wollte. Rebecca hat dann schon überlegt wo wir so lange unterkommen könnten, bis sie uns eine andere Wohnung finden würde. Doch als sie den Vertrag nochmal durchschaute, hat sie herrausgefunden, dass wir nur 15 000 sofort zahlen müssen und für den Rest noch 3 Tage Zeit haben. Wer jetzt fleißig mitgerechnet hat, hat bemerkt dass uns damit aber immer noch 5000 Yuan gefehlt hätten. Zum Glück hat dann unsere Maklerin Rebecca angeboten, uns die 5000 fehlenden Yuan solange von ihrem eigenen Geld zu leihen. Sie hat immer wieder betont dass die Vermieterin uns jetzt für Betrüger hält, sie selbst uns aber vertraut. Offensichtlich hat das gestimmt. Also kam der Deal dann Zustande, mit den geliehenen 5000 Yuan! Wir haben dann gleich die Zimmer aufgeteilt, ich habe das größte mit eigenem Bad bekommen, für das wir aber einen etwas größeren Teil der Miete berechnet haben.






Mein mega großes Bett, ich pass auch quer rein!


mein eigenes Bad :)


also leute, das wars noch nicht ganz...gab noch einige Probleme...
Fortsetzung folgt! Muss jetzt schlafen, es ist gleich 2 Uhr Nachts!


Teil 2: Die Zerstörung

Unser erster Tag in der Wohnung verlief dann erstmal ganz normal, bis wir anfangen wollten die Zimmer etwas umzuräumen. Damit Birgit in ihrem Zimmer mehr Platz hat, wollten wir ihr Bett drehen und an die Wand schieben. Also standen wir alle drei in ihrem Zimmer und haben das Bett hochgehoben. Dabei viel das Kopfteil des Betts weg, dann haben wir das beiseite gestellt um es erstmal so zu drehen und das Kopfteil später einzuhängen. Als wir es dann gedreht hatten, wollte Birgit es noch ein kleines Stück in ihre Richtung ziehen - sie berührt das Bett und dann BOOOM! Komplett zusammen gerkacht! 

Wir hatten erstmal ein Lachflash, bis uns klar wurde dass unsere Vermieterin uns töten wird. Wir haben dann gleich Rebecca angerufen, deren Aussage wie immer war "No problem". Damit sollte sie auch recht behalten, denn am nächsten Tag kam die Vermieterin, die extrem freundlich zu uns war und ihren Mann anrief, damit dieser das Bett repariert. Während ihr Mann irgendwelche Holzkonstruktionen gebaut hat, hat sie dann erstmal unseren Balkon geputzt und so Zeug. Vermutlich wollte sie sich einschleimen, weil Rebecca ihr gedroht hatte, wenn sie weiterhin so hart wäre, würden sie nie wieder Geschäfte mit ihr machen. 

Jetzt steht Birgits Bett und hat auch schon eine Nacht überstanden!





Sonntag, 20. Februar 2011

Beijing - Shanghai - Suzhou

Also gestern haben wir unseren letzten Tag in Beijing zunächst mit einem Besuch des "Palast des himmlischen Friedens" begonnen. Das ist ein sehr schönes Gelände, mit verschiedenen kleinen Gebäuden und Palästen und großen bepflanzten Flächen dazwischen. Auf jeden Fall sehr hübsch und zu empfehlen. Hat auch eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Kaiserpalast, aber bei dem Platz des himmlischen Friedens sind die Gebäude etwas abwechslungsreicher. 



Wir haben natürlich auch wieder verschiedene Erfahrungen mit Chinesen gemacht. Zunächst hab ausnahmsweise mal ICH ein Foto mit einer Chinesin gemacht, weil sie so süß war. Hab sie natürlich auf chinesisch gefragt ob ich das Bild machen darf und beim zweiten Mal hat sie es verstanden!


Am Abend waren wir dann noch in einer "Acrobatic Show". Das war total toll, hammer interessant. Die haben richtig krasse Sachen gemacht, vom verknoten mit Füßen über dem Kopf bis hin zu einem der auf einem Seil Kopfstand-Einrad gefahren ist. Bilder durfte man leider keine machen, aber es sah ziemlich genau so aus, nur das die Kostüme teilweise leicht andere Farben hatten:





Und heute Morgen sind wir dann von Beijing nach Shanghai  geflogen. Hat alles wunderbar geklappt, wir sind mit China Eastern Airlines geflogen und hatten ein recht geräumiges Flugzeug, angenehmer als das von Finnair :) . In Shanghai angekommen musste ich gleich feststellen, dass die Menschen alle irgendwie schicker und auch moderner aussehne. Auch die Gesichter sind hier irgendwie nicht so rund!

Wir sind dann mit einem langstrecken Bus nach Suzhou gefahren. Das Ausländer einfach Bus fahren, ist glaube ich, nicht so üblich. Zum glück sprechen wir schon ein bisschen Chinesisch, ich bin dann gleich beim Ticketkauf an den Schalter und hab gesagt "Women xiang qü Suzhou" (Wir wollen nach Suzhou gehen). Hat sie dann auch gleich verstanden. Bei der Busfahrt hat man einen guten Eindruck von der Gegend bekommen. Es stehen neue Hochhäuser und schöne Gebäude direkt neben irgendwelchen Baracken und Müllhalden. Sieht schon vieles hier sehr heruntergekommen aus. Dann in Suzhou angekommen war ich etwas erstaunt das diese Kleinstadt irgendwie total riesig ist. Ganz Suzhou, also nicht nur die Innenstadt, hat ca. 6 Mio Einwohner, somit also fast doppelt so viel wie Berlin!!! Und hier war der Verkehr bisher auch am stressigsten...um einiges krasser als in Beijing. Aber wir haben mitlerweile schon begriffen "wie der Hase läuft" (übrigens ist grad Jahr des Hasen, überall kleben hässliche gold-rote Hasenbilder), und zwar muss man einfach immer los fahren/laufen. Bevor man überfahren wird, wird eh erstmal gehupt. Und wenn es dann hupt einfach ein bisschen beeilen und mal nach hinten schauen. 

Unser jetziges Hostel sah von außen mal wieder EXTREM herunter gekommen aus, von innen ist es aber eigentlich ganz süß. Typisch chinesisch halt, mit einem Art offenen Innenhof. Und das Zimmer ist etwas größer, und hat ein schöneres Bad, sogar mit Duschvorhang...so steht wenigstens nur der Boden unter Wasser (Duschwanne gibt es nich) und nicht alles! 




Und hier hat es einen hauseigenen kleinen Babyhund, der schon mein halben Schaal und Schuh verspeißt hat. Die Nahrungssuche hier war mal wieder nicht das einfachste! Natürlich spricht wie immer keiner ein Wort Englisch, aber hinzukommt erschwerend dass es auch keine Englischen Speißekarten gibt. Wir sind dann in ein Resturant wo die Speißen offen dalagen, wie bei einem Bueffet und man darauf zeigen konnte wenn man was haben wollte. Also geschmacklich --> "Mamahuhu" (So lala)! 

Morgen Treffen wir eine Maklerin, die sich schon für uns auf die Suche nach einer angemessenen Wohnung begeben hat. Ursprünglich war diese "Doris Du", die hatte aber doch zu viel zu tun und uns an eine Kollegin weitergeleitet. Hoffentlich finden wir bald was, das mit den Hosteln ist auf dauer auch nicht soo toll. Drückt mir die Daumen das wir was schönes finden!

Kussi Bussi

Freitag, 18. Februar 2011

长城 - Die Große Mauer





Heute waren wir auf der großen Mauer. Wir sind mit dem Bus vom Hostel aus um halb 8 Uhr los gefahren. Die Fahrt selbst war schon ein Erlebnis für sich. Also  wenn man in einem Fahrzeug in China mitfährt, sollte man am besten einfach nicht nach vorne aus dem Fenster schauen. Als unser Bussle gerade ein Auto überholt hat (war jeweils nur eine Spur) und fast in ein Lastwagen reingefahren wär, hab ich schon einen großen Schreck bekommen. Zudem wird ständig gehupt, also der Bus hat ca. im 3 Minuten-Takt gehubt. Man hupt hier einfach um die anderen Verkehrsteilnehmer zu warenen "Achtung jetzt komm ich" und dann werden sie schon aus dem Weg gehen. 

Bei der Mauer angekommen waren wir dann von ca. 10 Uhr bis 13 Uhr oben. Hoch sind wir mit einer sehr klapprig aussehenden Seilbahn, zum Glück hab ich keine Höhenangst, was man leider nicht von allen meinen Mädels sagen kann. In den drei Stunden sind wir einiges gelaufen, erst den krasseren Weg, den es an dieser Stelle der Mauer gibt, später den leichteren. Der krassere Weg war echt extrem Steil, er bestand nur aus Stufen, doch bei denen konnte oft ehr von Klettern die Rede sein. Dementsprechend toll war auch der Ausblick. 


 


(In echt war es noch vieel Steiler als es aussieht)



Wir hatten außerdem das Glück, dass zu dieser Jahreszeit nicht so viel los ist und echt wenig Touries unterwegs waren :) Runter von der Mauer ging es dann auf einer Rutsche! War auch ganz lustig. 

Was übrigens noch zum gestrigen Tag gesagt werden sollte: 
Wir sind gestern zum ersten Mal in China mit der Metro gefahren! Schrecklich! Ich finde dieses Zitat von Birgit beschreibt am besten die Situation "Ach deswegen sind gar nicht soo viele Chinesen auf den Straßen, die sind alle in der Metro". In die erste die angefahren kam sind wir gar nicht reingekommen, dann hat kam eine Frau und hat uns auf verschiedene Stellen verteilt und in die nächste sind wir dann irgendwie reingeschoben worden...


Grüßle eure Anni <3





Donnerstag, 17. Februar 2011

Die verbotene Stadt & andere Abenteuer

So, heute ging es schön ausgeschlafen erstmal in das Zentrum Pekings um die verbotene Stadt anzuschauen. Wir haben uns gegen 11 Uhr zu Fuß auf den Weg gemacht, unser Hostel liegt recht gut. Auf dem Weg haben wir erstmal Erfahrungen beim handeln gesammelt, Birgit hat viel zu viel für eine Mütze und Handschuhe gezahlt und ich hab Handschuhe von 180 Yuan auf 50 runtergehandelt :) . Die Frau bei der ich das gemacht hab, hat mir übrigens auch gleich mitgeteilt dass ich aussehe wie die Frauen im Fernsehen, nur noch viel schöner. Das hört man doch gern!


Über die verbotene Stadt lässt sich zunächst sagen dass sie riesig ist. Viele schöne Motive, viele Typische chinesische Gebäude wie wir sie uns vorstellen. Wir alle 5 sind in alle Richtungen geströmt und haben Fotos ohne Ende geschossen. Aber nicht nur wir, sondern auch die Chinesen - und zwar von uns. Katharina und Antonia sind auch beide blond, aber natürlich nicht ganz so blond wie ich. Bei den ersten Fotos war es noch ganz lustig und ich hab auch mal in die Kamera gewinkt oder mit den Chinesen fotografieren lassen.Mit der Zeit wurde es echt nervig und unangenehm und die Chinesen haben immer versucht die Fotos heimlich zu machen - mehr oder weniger mit Erfolg. Irgendwann haben mir dann auch noch furchtbar die Füße von den Wanderschuhen weh getan und als wir dann wieder im Hotel waren, waren wir echt froh. Im Hostel war kostenloses abendessen angekündigt, dann gab es allerdings nur so kleine Reis Dumplings, nicht besonders gut, und wir sind noch auswärts essen gegangen. 

War eine sehr interessante Erfahrung. Der weg zum Restaurant war schon als ob man durch ein Kriegsgebiet läuft. Hier ist grade Laternen Fest, bei dem jede Menge in die Luft geballert wird und zahlreiche Feuerwerke in die Luft gejagt werden. An dieser Stelle sei gesagt - Chinaböller heißen nicht ohne Grund so. Die Teile sind elends laut, sicherlich 10 mal lauter als bei uns, und es knallt mitlerweile schon seit mehreren Stunden. Zudem gehen wegen dem Lärm alle paar Minuten die Alarmanlagen von den Autos an, die dann alle im Kanon vor sich her heulen. Dann haben wir uns in ein Restaurant mit englischer Karte gesetzt und allerdings trotzdem extreme Probleme mit dem Bestellen gehabt, mal wieder sprach keiner auch nur ein Wort Englisch. Auf dem Tisch war in der Mitte ein kleiner Grill und man konnte sich Gemüse und Fleisch bestellen und das dann selbst grillen. Als ich dann herzhaft in meinen Salat gebissen hab, hab ich fast einen Lach- & Heulkrampf bekommen - das Salatblatt war komplett mit Zucker bestreut. 


(So sah ich nach dem Salatblatt aus! Die Begeisterung hält sich in Grenzen.)




Der komplette Restaurantboden lag übrigens voll mit gebrauchten Papiertüchern, Zigarettenstummeln usw. Mit Ohren zuheben und schnell an Böllern vorbeirennen haben wir es dann sogar wieder lebend ins Hotel geschafft.

Gute Nacht!

Dienstag, 15. Februar 2011

Běijīng huānyíng wǒmen (北京 欢迎 我们) - Peking heißt uns willkommen



Am Dienstag, den 15.02.2011 ging es endlich alles los, gemeinsam mit meinen zwei Kommilitoninnen und Freundinnen, Sarah und Birgit, ein Jahr China! Alle drei sind wir am Stuttgarter Flughafen mit unseren Eltern und zum Teil Geschwistern aufgetaucht. Begonnen hat die Reise dann erstmal damit, dass unsere Tickets falsch gebucht waren. Wir drei waren fälschlicherweise als Finnair Mitarbeiterinnen gebucht, konnten uns als solche allerdings natürlich nicht ausweisen! Nach langem warten konnte das Problem dann irgendwie behoben werden und wir haben uns ans Verabschieden gemacht.

Gegen 15.30 Uhr (dortige Zeit) sind wir in Helsinki gelandet und haben uns gleich über kostenloses W-Lan gefreut. Als wir uns dann in die Schlange für das Flugzeug nach Peking einreihten waren wir schon von extrem vielen Chinesen umgeben und schon leicht besorgt was dann erst in China auf uns zu kommen würde! Der Flug dauerte 8 Stunden, ich konnte natürlich nicht schlafen, die anderen beiden dafür umso besser. 

Um 8 Uhr (in Deutschland 1 Uhr) sind wir dann in Peking gelandet und fanden uns zunächst in einem EXTREM sauberen Flughafen vor. Von dort aus ging es mit dem Taxi in unser "Happy Dragon Hostel". Das erste Taxi das wir ansteuerten ist uns allerdings erstmal vor der Nase weg gefahren (leer) und das nächste wollte 500 Yuan, wobei die Strecke eigentlich nicht mehr als 120 kosten dürfte. (500 Yuan sind ca. 55 €). Dann haben wir doch noch ein Taxi zu angemessenem Preis von 70 Yuan gefunden und dem Taxifahrer den Zettel, mit der Adresse auf chinesisch gezeigt. 

Nachdem wir aus dem Taxi ausgestiegen waren, haben wir zunächst das Hostel nicht gefunden und waren in einem "Dragon House" statt dem Dragon Hostel, wo uns natürlich auch niemand in Englisch weiterhelfen konnte. Dann haben wir irgendwann doch noch das kleine, leicht runtergekommen aussehende Hostel entdeckt und wurden dort dann auch sehr freundlich, in englischer Sprache, begrüßt. Das Hostel ist von innen total süß, leicht kitschig und die Mitarbeiter sind wirklich sehr freundlich. Die kleine Chinesinnen haben uns gleich unsere 20 kg Köffer hochgetragen :) . Hier gibt es überall kostenloses W-lan, was natürlich für mich ein sehr wichtiger Faktor ist. Und soeben sind jetzt Antonia und Katharina im Hostel eingetroffen, die mit uns die nächsten 4 Tage in Peking verbringen werden. (Die beiden werden dann gemeinsam in Qingdao studieren, und Sarah, Birgit und Ich in Suzhou) Dann nehmen wir die zwei jetzt erstmal in der Hostel Bar in empfang. 


Grüßle Anna