Donnerstag, 17. Februar 2011

Die verbotene Stadt & andere Abenteuer

So, heute ging es schön ausgeschlafen erstmal in das Zentrum Pekings um die verbotene Stadt anzuschauen. Wir haben uns gegen 11 Uhr zu Fuß auf den Weg gemacht, unser Hostel liegt recht gut. Auf dem Weg haben wir erstmal Erfahrungen beim handeln gesammelt, Birgit hat viel zu viel für eine Mütze und Handschuhe gezahlt und ich hab Handschuhe von 180 Yuan auf 50 runtergehandelt :) . Die Frau bei der ich das gemacht hab, hat mir übrigens auch gleich mitgeteilt dass ich aussehe wie die Frauen im Fernsehen, nur noch viel schöner. Das hört man doch gern!


Über die verbotene Stadt lässt sich zunächst sagen dass sie riesig ist. Viele schöne Motive, viele Typische chinesische Gebäude wie wir sie uns vorstellen. Wir alle 5 sind in alle Richtungen geströmt und haben Fotos ohne Ende geschossen. Aber nicht nur wir, sondern auch die Chinesen - und zwar von uns. Katharina und Antonia sind auch beide blond, aber natürlich nicht ganz so blond wie ich. Bei den ersten Fotos war es noch ganz lustig und ich hab auch mal in die Kamera gewinkt oder mit den Chinesen fotografieren lassen.Mit der Zeit wurde es echt nervig und unangenehm und die Chinesen haben immer versucht die Fotos heimlich zu machen - mehr oder weniger mit Erfolg. Irgendwann haben mir dann auch noch furchtbar die Füße von den Wanderschuhen weh getan und als wir dann wieder im Hotel waren, waren wir echt froh. Im Hostel war kostenloses abendessen angekündigt, dann gab es allerdings nur so kleine Reis Dumplings, nicht besonders gut, und wir sind noch auswärts essen gegangen. 

War eine sehr interessante Erfahrung. Der weg zum Restaurant war schon als ob man durch ein Kriegsgebiet läuft. Hier ist grade Laternen Fest, bei dem jede Menge in die Luft geballert wird und zahlreiche Feuerwerke in die Luft gejagt werden. An dieser Stelle sei gesagt - Chinaböller heißen nicht ohne Grund so. Die Teile sind elends laut, sicherlich 10 mal lauter als bei uns, und es knallt mitlerweile schon seit mehreren Stunden. Zudem gehen wegen dem Lärm alle paar Minuten die Alarmanlagen von den Autos an, die dann alle im Kanon vor sich her heulen. Dann haben wir uns in ein Restaurant mit englischer Karte gesetzt und allerdings trotzdem extreme Probleme mit dem Bestellen gehabt, mal wieder sprach keiner auch nur ein Wort Englisch. Auf dem Tisch war in der Mitte ein kleiner Grill und man konnte sich Gemüse und Fleisch bestellen und das dann selbst grillen. Als ich dann herzhaft in meinen Salat gebissen hab, hab ich fast einen Lach- & Heulkrampf bekommen - das Salatblatt war komplett mit Zucker bestreut. 


(So sah ich nach dem Salatblatt aus! Die Begeisterung hält sich in Grenzen.)




Der komplette Restaurantboden lag übrigens voll mit gebrauchten Papiertüchern, Zigarettenstummeln usw. Mit Ohren zuheben und schnell an Böllern vorbeirennen haben wir es dann sogar wieder lebend ins Hotel geschafft.

Gute Nacht!

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