Mittwoch, 23. Februar 2011

Wohnungssuche in China & Anderes


Am Montag den 21. Februar trafen wir uns mit unserer Maklerin, Rebecca, zur gemeinsamen Wohnungssuche. Rebecca hat uns dann zwei Wohnungen gezeigt, die erste war allerdings nicht so sauber, aber seeeehr groß. Die zweite Wohnung war tip top sauber, auch sehr groß mit etwas schönere Zimmern. Wir haben uns dann recht schnell, vor Ort, entschieden dass wir diese Wohnung nehmen werden. Und dann ging der Kampf los, unsere Maklerin und die Vermieterin haben über eine Stunde verhandelt, hauptsächlich über den Preis. Unsere Vorgänger hatten 5500 Rmb Yuan für die Wohnung gezahlt, aber Rebecca wollte für uns unbedingt 5000 Yuan rausschlagen. Zu Beginn haben beide noch gelächelt und diskutiert, doch im laufe der Zeit wurde es immer lauter, das lächeln ist verschwunden und die Vermieterin zeigte häufig auf Sarah's Guess Tasche und mein teures Mäntelchen, und hat die ganze Zeit irgendwas von "Deguo" (Deutschland) gelabert. Wir vermuten sie hat zum Ausdruck gebracht dass wir ja reiche Deutsche seien.  

Nach langem hin und her hat Rebecca dann die 5000 Yuan durchgesetzt, doch dann kam die Vermieterin mit ganz neuen Ideen, wie z.B. 500 yuan im Monat, für chinesisch Unterricht von ihr. Das haben wir natürlich dankend abgelehnt, also blieb es einfach bei 5000 im Monat, zuzüglich Internet, Wasser usw. Wir sollten dann am nächsten Tag einziehen und gleich für die nächsten 3 Monate Miete bar bezahlen und zusätzlich eine Monatsmiete als Kaution. Dies wären 20 000 Yuan gewesen, was ca. 2. 220 Euro entspricht. Leider hatten Birgit und Sarah aber fast kein Geld mehr auf ihren Kreditkarten, und ich auch nur noch ca. 900€ und eine Überweisung auf die Kreditkarte kann mehrere Tage dauern. Wir haben dann am Abend Rebecca angerufen und gefragt was wir machen sollen, weil wir nicht so viel Bargeld abheben können. Sie meinte dies würde kein Problem sein und sie würde es dann einfach am nächsten Tag der Vermieterin erklären. 

Am nächsten Tag, den 22. Februar, sind wir dann mit unserem ganzen Gepäck mit dem Taxi angereist. Wir haben einen Vertrag bekommen und uns diesen ausführlich durchgelesen. Dann als wir den Vertrag bereits unterschrieben hatten, berichtete Rebecca der Vermieterin das wir nur 10 000 Yuan jetzt bar bezahlen könnten, worauf diese fast ausgerastet ist und schon wieder die Verträge einpacken wollte und den Deal platzen lassen wollte. Rebecca hat dann schon überlegt wo wir so lange unterkommen könnten, bis sie uns eine andere Wohnung finden würde. Doch als sie den Vertrag nochmal durchschaute, hat sie herrausgefunden, dass wir nur 15 000 sofort zahlen müssen und für den Rest noch 3 Tage Zeit haben. Wer jetzt fleißig mitgerechnet hat, hat bemerkt dass uns damit aber immer noch 5000 Yuan gefehlt hätten. Zum Glück hat dann unsere Maklerin Rebecca angeboten, uns die 5000 fehlenden Yuan solange von ihrem eigenen Geld zu leihen. Sie hat immer wieder betont dass die Vermieterin uns jetzt für Betrüger hält, sie selbst uns aber vertraut. Offensichtlich hat das gestimmt. Also kam der Deal dann Zustande, mit den geliehenen 5000 Yuan! Wir haben dann gleich die Zimmer aufgeteilt, ich habe das größte mit eigenem Bad bekommen, für das wir aber einen etwas größeren Teil der Miete berechnet haben.






Mein mega großes Bett, ich pass auch quer rein!


mein eigenes Bad :)


also leute, das wars noch nicht ganz...gab noch einige Probleme...
Fortsetzung folgt! Muss jetzt schlafen, es ist gleich 2 Uhr Nachts!


Teil 2: Die Zerstörung

Unser erster Tag in der Wohnung verlief dann erstmal ganz normal, bis wir anfangen wollten die Zimmer etwas umzuräumen. Damit Birgit in ihrem Zimmer mehr Platz hat, wollten wir ihr Bett drehen und an die Wand schieben. Also standen wir alle drei in ihrem Zimmer und haben das Bett hochgehoben. Dabei viel das Kopfteil des Betts weg, dann haben wir das beiseite gestellt um es erstmal so zu drehen und das Kopfteil später einzuhängen. Als wir es dann gedreht hatten, wollte Birgit es noch ein kleines Stück in ihre Richtung ziehen - sie berührt das Bett und dann BOOOM! Komplett zusammen gerkacht! 

Wir hatten erstmal ein Lachflash, bis uns klar wurde dass unsere Vermieterin uns töten wird. Wir haben dann gleich Rebecca angerufen, deren Aussage wie immer war "No problem". Damit sollte sie auch recht behalten, denn am nächsten Tag kam die Vermieterin, die extrem freundlich zu uns war und ihren Mann anrief, damit dieser das Bett repariert. Während ihr Mann irgendwelche Holzkonstruktionen gebaut hat, hat sie dann erstmal unseren Balkon geputzt und so Zeug. Vermutlich wollte sie sich einschleimen, weil Rebecca ihr gedroht hatte, wenn sie weiterhin so hart wäre, würden sie nie wieder Geschäfte mit ihr machen. 

Jetzt steht Birgits Bett und hat auch schon eine Nacht überstanden!





2 Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. hmmm ... editieren kann man seine Kommentare wohl nicht mehr. Wollte nur noch schnell einen Rechtschreibfehler verbessern, hier nochmal mein Text:

    Das ist ja wie im Film. Bin schon auf Teil 2 gespannt, welche Probleme es noch gab, und wie ihr die geloest habt.

    Die Wohnung sieht jedenfalls sehr schoen aus und geraeumig. Freue mich fuer euch, dass ihr so schnell was schoenes gefunden habt.

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