Montag, 12. Dezember 2011

Honk Kong

Anfang November saß ich mal vor meinem Laptop und hab mir spontan überlegt dass ich eigentlich noch sehr gerne nach Hong Kong fliegen würde. Sarah war aber bereits in Hong Kong und Birgit grad erst in Taiwan, also sah es ganz danach aus das ich niemanden finde der mit mir geht. Am nächsten Tag saß ich im Unterricht und hab Martina, eine Italienerin die aber recht gut deutsch spricht, gefragt „Hey fliegen wir nächste Woche nach Hong Kong?“ und sie „Ok, ich wollte eh irgendwann mal nach Hong Kong“. Damit hatte ich zwar nicht gerechnet, aber gesagt – getan. Also haben wir uns zusammen gesetzt und nach Flügen geschaut und ein recht günstigen Flug von Shanghai nach Shenzhen und wieder zurück gefunden. Wir haben ca. 150 € gezahlt. Shenzhen liegt direkt neben Hong Kong und man kann mit dem Bus rüber fahren.

Also waren wir von Mittwoch den 16. bis Dienstag den 22. November in Hong Kong. Die sechs vollen Tage haben auch vollkommen ausgereicht um die wichtigsten Dinge in Hong Kong zu sehen. Hong Kong ist in drei Teile aufgeteilt, in Hong Kong Island, Kowloon und New Territories. Wir haben auf Hong Kong Island bei einer deutschen Freundin von Martina geschlafen. So, das ist jetzt aber eine extra Geschichte. Und zwar haben wir am Dienstag vor dem Flug noch die erste Vorlesung besucht, und dort hat mir dann Martina gesagt, dass ihre Freundin Elisabeth eine neue Mitbewohnerin bekommen hat und die erstmal fragen muss ob wir wirklich dort schlafen können. Dann hab ich gefragt ob wir Elisabeth mal anrufen können um zu fragen, doch bei dieser Gelegenheit hat sich herausgestellt das Martina die falsche Handynummer von ihr hatte. Sie hatte davor schon öfter versucht die Nr anzurufen, hat sich aber nicht gewundert das niemand ran ging. Dann haben wir Elisabeth eine Mail geschrieben, ob sie uns ihre richtige Handynummer und die Adresse schicken kann. Wir wussten allerdings auch, dass unser chinesisches Handy in Hong Kong nicht funktioniert, also anrufen würde dann auch nicht mehr möglich sein. Ich war schon relativ besorgt, weil wir nicht sicher wussten wo wir Nachts schlafen würden. (Das hab ich meinen Eltern einfach gar nicht erzählt, die wären durchgedreht) Nachdem wir nach dem Unterricht noch immer keine Antwort von Martina hatten und langsam zum Flughafen mussten, haben wir beschlossen ein Laptop mitzunehmen um dann am Flughafen zu checken, ob Elisabeth uns nun ihre Handynummer geschickt hat. In Shenzhen gelandet haben wir dann geschaut und hatten zum Glück eine E-mail von Elisabeth. Dort konnten wir sie dann noch anrufen, weil das noch zu China Mainland gehört und haben alles geklärt.

Die ersten zwei Nächte haben wir in der winzigen Wohnung auf dem Boden geschlafen. Auf Hong Kong Island leben muss seeeeehr teuer sein. Aber die Wohnung lag sehr geschickt, direkt gegenüber von der U-Bahn Station.

Angeschaut haben wir uns einiges, zum Beispiel waren wir in Kowloon in Tsim Sha Tusi, dort gibt’s die „Avenue of Stars“ is quasi der Walk of Fame nur mit irgendwelchen Chinesen von denen ich noch nie gehört hab. Da haben wir uns dann mit komplett kostenlosen Touristeninformationen und Stadtplänen eingedeckt und weiter gings nach Mong Kok. Das ist ein Stadtviertell in dem man gut Shoppen kann, zum Beispiel die Fa Yuan Street, das ist eine Straße auf der man gut Verhandeln kann und den üblichen Plunder von Handtasche bisSouvenirr kaufen kann. Danach sind wir dort auch zum Ladys Market, das is auch so was zum Shoppen, nicht nur für Frauen. Ich hab natürlich mal wieder einkauft, ich kam leider nicht umhin zwei neue Handtaschen zu erwerben. (Ich hatte ja auch erst 8 oder 9)

Auf Hong Kong Island sind wir auf den Peak gegangen. Dort fährt man mit der Peak Tram hoch, das ist eine Eisenbahn, die einfach steil den Berg hoch fährt. Von oben hat man eine unglaubliche Aussicht. In SoHo waren wir auch, das ist ein Viertel das für die Restaurants bekannt ist. Leider ist Hong Kong, vor allem im Vergleich zu China sehr sehr teuer. In China kann man für 2-3 locker richtig gut im Restaurant mittag Essen, in Hong Kong waren wir meistens ehr mit 8-10 Euro pro Essen dabei und das waren noch ehr günstigere Restaurants. Darum haben wir auch mal die Mc Donalds Diät erprobt, weil Mc Donalds nämlich das billigste Essen ist das man in Hong Kong finden kann. Für einen Big Mac im Menü zahlt man 20 Hong Kong Dollar, das ist etwas weniger als 2 €, das ist somit sogar billiger als in China, da kostet das gleiche ca. 3,40€.

Am zweiten Tag nach dem Sightseeing kamen wir Abend ums 8 zurück und wollten in die Wohnung , hatten aber da wir keinen Schlüssen hatten waren wir auf Elisabeth angewiesen. Elisabeth arbeitet aber richtig krass, jeden Tag bis spät in die Nacht, manchmal sogar 24 Stunden am Stück. Also saßen wir mehr als 4 Stunden vor der verschlossenen Tür. Direkt neben an war ein Mc Donalds, also haben wir da rumgegammelt und ich hab schon halb auf dem Tisch geschlafen.

Dann ach wurde es dann zum Glück besser, weil Elisabeths Mitbewohnerin wieder zurück nach Deutschland ist, also sind wir vom Boden in das Zimmer mit Doppelbett umgezogen und konnten dann auch den zweiten Hausschlüssen haben. Wir haben dann auch deutlich mehr Zeit in der Wohnung verbracht als Elisabeth, die morgens vor uns aus dem Haus ging zur Arbeit und immer erst spät in der Nacht heim kam.

Einmal sind wir auch einen ganzen Tag auf der Insel Lamma gewesen. Dort sind wir einmal über die Insel gelaufen, haben ein bisschen am Strand gechillt usw. In China waren im November noch um die 10-13°C, und in Hong Kong noch 20-28C, das war also sehr angenehm.




Feiern warn wir natürlich auch, hauptsächlich im Zentrum von Hong Kong Island. Also über Hong Kong lässt sich sagen, dass es ganz anders ist als das restliche China. Dadurch das es früher von Englischen Kolonien besetzt war, herrscht dort z.B. Linksverkehr. Außerdem gibt es eine eigene Währung. Die Leute dort sprechen zum Großteil Englisch, es ist Verboten und mit hohen Strafen belegt auf die Straße zu spucken oder Müll auf den Boden zu werfen. Dementsprechend ist es viel sauberer als in China. Die Leute erschienen mit einfach zivilisierter. So schaffen die Menschen dort es zum Beispiel, die Leute erst aus der U-Bahn aussteigen zu lassen bevor sie hineingehen. In Hong Kong spricht man Kantonesisch, das hat ähnliche Schriftzeichen wie chinesisch, aber gesprochen wir es ganz anders. Die meisten Leute dort können aber auch Mandarin Chinesisch, aber wir konnten unser Chinesisch dort kaum anwenden, weil uns einfach immer auf Englisch geantwortet wurde. 

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