Am Freitag den 29.07 sind wir gegen 19 Uhr nach Guilin , in der Provinz Guangxi, geflogen. Am Flughafen wurden wir wieder mit einem „Baitinger“ Schild, von einer kleinen Chinesin erwartet. Die kleine Chinesin heißt „Yen“, was übersetzt Flamme bedeutet und ist wirklich ein Temperamentbündel. Sie spricht sehr gut Deutsch, mit erstaunlich guter Grammatik. Während der Fahrt zum Hotel hat uns Yen auszeichnet unterhalten und uns sogar Witze erzählt.
Am nächsten Morgen ging es schon um 8.30 Uhr wieder los, und wir mussten nach der einen Nacht bereits wieder aus checken. Es stand eine vierstündige Schiffsfahrt nach Yangshuo auf dem Li-Fluss auf dem Programm. Bei der Schiffsfahrt hatte man einen wunderschönen Ausblick auf die Karstgebirge hatte, die den Fluss umgeben. Bei der Fahrt wurden wir mit einer anderen deutschen Familie , mit drei Töchtern zusammengesetzt. Und diese Familie hat beim Essen tatsächlich erstmal Sakrotan ausgepackt, und das Geschirr und die Stäbchen desinfiziert. Ganz schön heftig unterwegs die 5. Aber anscheinend hatte von denen im ganzen Urlaub keiner Magenprobleme, was man von uns nicht wirklich sagen kann. Die Mutter der Familie war dann sogar so krass drauf und hat einen Schlangenschnaps bestellt. Der Schnaps wird aus einer Flasche gegossen, in der bis oben hin tote Schlangen schwimmen. Ich hab natürlich auch mal genippt, schmeckt wie ganz normaler Schnaps, vielleicht nicht ganz so stark wie den Birnenschnaps den wir immer zu Hause hatten. Nach vier Stunden gingen wir von Bord. Auf dem weg zum Hotel liefen wir durch eine Einkaufsstraße, mit vielen Ständen, die den üblichen chinesischen Schnick-Schnack verkauften.
Im Hotel haben wir dann eine weile geruht, und sind am Abend dann Essen gegangen. Von chinesischem Essen hatten wir alle erstmal die Nase voll und wollten deswegen ein westliches Restaurant suchen. Wir sind dann in einem Restaurant gelandet, das ein deutscher geleitet hat. Er hat uns dann erklärt, dass es drei Restaurants sind die Zusammenhängen, eins mit Pizza, eins mit deutschem Essen und nochmal irgendein anderes. Wir haben uns dann in den „Biergarten“ gesetzt und was deutsches zu essen bestellt. Mein „Beef Stroganov“ hat nicht wirklich gut geschmeckt, aber zum Glück hatte ich noch zusätzlich einen Kartoffelsalat bestellt. Der Kartoffelsalat war als einziges genießbar, dementsprechend hab ich den Rest übrig gelassen. Nach kurzer Zeit war ich auch schon wieder übersät mit Schnakenstichen. Diese elendigen Viecher haben es irgendwie auf mich abgesehen, einige Tage zuvor hatte ich am Bein einen Stich, der auf eine Größe von über 10cm Durchmesser anschwoll. Auch die Stiche in Yangshuo sind angeschwollen und haben gejuckt wie blöd. Vermutlich bin ich allergisch. Im Anschluss sind wir noch ein bisschen über die Einkaufsstraße geschlendert und dann ins Hotel. Am nächsten Tag hatten wir frei. Wir konnten den Tag nach eigenen Belieben gestalten. Wir haben dann mal etwas später gefrühstückt. Es gab mal wieder eine ordentliche Auswahl an westlichen Dingen. Toast, Cornflakes usw.
Wir haben dann E-Bikes gemietet und wollten damit rumfahren. Wir haben dazu auch eine Karte bekommen, wussten aber trotzdem nicht so recht wie wir uns orientieren sollen. Dann hat uns der Vermieter von den Bikes angeboten uns gegen geringe gebühr zu führen. Für 50 RMB (ca. 5€) ist er dann mit uns mitgefahren und hat uns geführt.
Ich hatte zu Beginn gewisse Schwierigkeiten mit dem Anfahren, ich bin zuvor ja noch nie selber Roller gefahren, immer nur mit gefahren. Darum bin ich Anfangs immer ein wenig schwungvoll losgefahren. Der Vermieter hat schon ganz besorgt um sein Bike geschaut. Ich hatte es dann aber doch recht schnell raus, und wir konnten los cruisen. Es war eine tolle Ausfahrt, man hatte einen wunderschönen Blick auf die Landschaft dort. Viele tolle Motive für Fotos. Leider ging der Akku recht schnell leer, zumindest meiner. Der Akku von Felix war noch fast voll, als meiner schon im roten Bereich war. (Entweder lag es an meinen Fahrversuchen zu Beginn und/oder mit dem Teil hat was nicht gestimmt) Es hat dann grad so noch bis zurück zum Laden gereicht. Dann sind wir noch kurz bei Mc Donalds vorbei, um uns zur Abwechslung mal wieder was nicht chinesisches zu gönnen.
Am Abend gab es dann doch mal wieder chinesisches Essen mit unserer „Flamme“ und anschließend haben wir eine Show besucht. Bei dieser Show spielen über 600 Schauspieler mit, alles normale Bauern und Kinder. Zu der Show sind wir mit einem kleinen Elektrobus, der aber doch Benzin verbannte, gefahren. Ein äußerst seltsames Gefährt, hinten sind Sitzbänke und das ganze ist offen.
Die Show fand auf einer Freilichtbühne statt, an einem See gelegen und umgeben von Karstbergen. Es war alles sehr beeindruckend gemacht, mit vielen Lichtern und lauter Musik. Laut Yen Yen hat der Regisseur schon viele bekannte chinesische Filme gemacht und auch die Olympia Eröffnung inszeniert. Der Vadder war ja eigentlich nicht so begeistert von der Idee die Show zu besuchen, und mit 350 RMB pro Person war sie auch teuer für chinesische Verhältnisse, aber ich glaub am Schluss hat es ihm auch gut gefallen. Es war auf jeden Fall ein schöner Abschluss unserer Zeit in Guangxi.


Hallo meine Tochter,
AntwortenLöschendu bist einen zu heissen Reifen gefahren.... :-), ich finde es toll, wie ihr China erleben koennt, so viele unterschiedliche wunderschoene Gegenden zu sehen, so viele Begegnungen, ich bin gespannt auf noch viel mehr schoene Fotos, find es toll, dass du uns jetzt schon ein bisschen teilhaben laesst an euren Erlebnissen! Nun noch viel Spass auf "dem Dach der Welt"
Liebe Gruesse
mommy