Samstag, 6. August 2011

Schlafwagenfahrer in Xi'an

Am Mittwochabend ging es dann von Beijing nach Xi'an. Ich spreche ja öfters mal von „Schlafwagenfahrerei“ wenn mir irgendwas zu langsam geht und nun sollten wir höchstpersönlich zu Schlafwagenfahrern werden. Wir hatten in unserem Abteil noch das 4. Bett dazugekauft, damit wir platz für unsere Koffer haben und damit ja kein fremder (Chinese) mit uns im Abteil ist. Die Zugfahrt war dann sogar besser als erwartet. Die Toiletten waren in einem sehr guten Zustand und mit dem einen Bett zuviel war es auch gar nicht so beengt. Ich fands jedenfalls total witzig, Stockbetten ohne Leiter undso. Leider haben sie in dem Zug auch auf den Gängen geraucht und dann kam der ganze Mog in unser Zimmer. Geschlafen hab ich dann leider nicht so gut, konnte schwer einschlafen und bin immer wieder aufgewacht. Pünktlich um 8 Uhr kamen wir am nächsten Morgen in Xi'an wo uns unser Tourguide „Hu“ oder auch „Josef“ bereits erwartete. Auch er sprach deutsch, sogar ziemlich gut. Er hat 8 Jahre in Deutschland studiert, und war top informiert. Mir persönlich hat er manchmal etwas zu viel Informationen abgelassen, so viel kann sich auf die schnelle kein Mensch merken.



Wir sind dann zu unserem Hotel gefahren, konnten nach einem guten Frühstück (soll heißen, kein Reis dafür aber Toast und Cornflakes) noch ins Zimmer und uns etwas frisch machen. Dann machten wir uns auf den Weg um die Wildgans Pagode zu besichtigen.

Der Name Wildganspagode ist auf eine indische Legende zurückzuführen: „Einst gab es ein Kloster des Hinayana-Buddhismus, in welchem Mönche auch Fleisch essen durften. Eines Tages gingen die Fleischvorräte zu Ende und einer der Mönche rief; ‚Wir haben kein Fleisch mehr, und Buddha sollte das wissen‘. In diesem Moment fiel eine Gans aus einer Schar Wildgänse, die gerade über das Kloster flogen, tot vom Himmel. Die erschrockenen Mönche – im Glauben, Buddha selbst habe sich geopfert – errichteten der Gans eine Pagode“.



Im Anschluss ging es dann zur Terrakotta Armee, die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit in Xi'an. Auf dem Weg zur Terrakotta Armee kamen wir noch bei einer Art Werkstatt vorbei, bei denen uns gezeigt wurde wie die Terrakottakrieger hergestellt wurden und immernoch, hauptsächlich zu Souvenirzwecken, hergestellt werden. An Souvenirs waren wir natürlich nicht interessiert und sind gleich weiter zum Terrakottamuseum. Hu hat uns sehr viel erzählt und wusste bestens bescheid. Ich konnte ihn leider die meiste Zeit sehr schlehct verstehen, aufgrund von dem Lärm der Menschenmassen und weil er sich mit seinen Erklärungen meisten an den Vadder gerichtet hat. Die Terrakotta Armee wurde erst 1974 von drei Bauern entdeckt, die einen Brunnen graben wollten. Schon wenige Jahre später hat bereits das Museum eröffnet. Es handelt sich bei der Armee um eine Grabanlage für den ersten Kaiser von China „Qin Shi Huang“ (221 - 210 v. Chr.) Der Kaiser wollte laut Hu zunächst lebendige Menschen als Grabbeigabe, aber ihm wurde von seinen Beratern davon abgeraten, da das Land durch Kriege bereits viele Menschen verloren hatte.



Am Abend haben wir an einem „Jiaoze Bankett“ teilgenommen. Jiaozi sind chinesische Teigtaschen, vergleichbar mit Maultaschen. Das besondere an diesem Bankett ist, dass die Jiaoze besonders schön angerichtet sind. Eine, mit Ente gefüllt, war gelbt und der Teig zu einer Ente geformt. Am Freitag haben wir am Morgen dann gleich ausgecheckt und noch ein Museum und eine Moschee angeschaut. Der Museumsbesuch war etwas anstrengend, weil Hu alles sehr sehr genau erläuterte. Die Moschee hingegen war sehr schön, interessant war, dass sie in chinesischem Baustil erbaut wurde. 

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