Nach dem wir den ganzen Donnerstag (4. August) mit der weiterreise von Yuanyang nach Lijiang verbracht haben, kamen wir erst Abends im Hotel in Lijiang an. Lijiang liegt ebenfalls in Yunnan und liegt bereits 2600 Meter über dem Meeresspiegel. Am Morgen haben wir uns zuerst die Altstadt angeschaut, die in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Die Altstadt war von unserem Hotel mit wenigen Treppenstufen zu erreichen. War eben eine typische chinesische Altstadt, mit kleinen Wasserkanälen und vielen Roten Lampions. (Ich kenn das ja von Suzhou schon sehr ausführlich) Anschließend stand ein Museumsbesuch auf dem Programm. Es war ein sehr kleines Museum, in dem Mann auch einen echten Priester der Lashi Minderheit sehen konnte. Danach gingen wir in den Black Dragon Pool, einen chinesischen Garten. Leider hat es dann angefangen zu regnen und wir sind recht zügig durch den Garten gelaufen. Danach sind wir wieder ins Hotel um eins bisschen auszuruhen. Das Hotel ist erbaut wie ein chinesischer Garten, mit den typischen geschwungenen Dächern und kleinen Innenhöfen. Richtig authentisch.
Felix und ich sind dann nochmal los, um ein bisschen in der Altstadt zu shoppen und haben uns dann fast verirrt. Wir haben es grad noch rechtzeitig zurück geschafft, um uns mit unserem Guide zum Abendessen zu treffen. Er hat uns dann wieder in ein westliches Restaurant geführt, war aber nicht so toll. Ich fand das Essen versalzen, aber vielleicht hab ich mich auch bereits an die ehr salzarme Kost in China gewöhnt. Außerdem ging es meinem Magen schon den ganzen Tag nicht so toll, mal wieder. In dem Restaurant haben die Kellner dann auch das Bier von Felix umgeschmissen und ihm weder ein neues gebracht, noch von sich aus den Preis reduziert. Wir haben uns dann gleich beschwert, und stolze 8 RMB (also nichtmal ganz 80 Cent) Rabatt bekommen. Ich find ja, da hätte ein neues Bier hergestellt gehört. Naja, andere Länder, andere Sitten. Diesmal war auch unser Guide nicht so toll, ich hab schon wieder vergessen wie er heißt. Sein Englisch war einfach so schlecht, das man sich jede Frage eigentlich auch sparen hätte können.
Nach dem Essen hatten wir auch keine Lust mehr durch die Altstadt zu bummeln, da es immer noch regnete. Also sind wir wieder zurück ins Hotel, leider funktionierte das Internet am Abend nicht mehr. Anscheinend ein Problem in der ganzen Stadt.
Am nächsten Morgen hieß es auch schon wieder Koffer packen und aus checken. Unser Weg führte uns per Auto durch die Berglandschaft nach Zhongdian „ dem legendären Shangri-La Land“, wenn ich unseren Reiseplan zitieren darf. In Zhongdian sind es übrigens sogar 3300m über dem Meeresspiegel, wir nähern uns schonmal an die Höhe in Tibet an. Unterwegs machten wir halt um die „Tigersprung-Schlucht“ anzuschauen. Die Tigersprung-Schlucht befindet sich im oberen Abschnitt des Yangtze, der an der Stelle Goldsand Fluss heißt. An der engsten stelle, ist die Schlucht nur 30 m breit, und in der Mitte befindet sich ein Stein. Legenden zufolge können an dieser Stelle Tiger den Fluss überqueren.(Wir haben allerdings keine gesehen, genauso wenig hat je ein Chinese wirklich einen gesehen)
„Nach neunmonatiger intensiver Forschungsarbeit stand zum Jahresende 2001 fest, dass das Gebiet um Zhongdian, der Hauptstadt des Autonomem Tibetischen Kreises Deqen, das Shangri-La Land aus dem Roman "Lost Horizon" ist, den James Hilton 1933 nach Erzählungen des bekannten Botanikers und Geographen Joseph Rock, der hier viele Jahre lebte, geschrieben hat. Seither trägt die Region offiziell diesen Namen. „
Jetzt wisst ihr bescheid, oder? Das Buch hätten wir sogar in dem Museum in Lijiang für 25 RMB kaufen können, aber wir haben es gelassen, warum auch immer. Jetzt ging mir nämlich der Lesestoff aus. Im Hotel kamen wir um ca. 16 Uhr an. Im Hotel gab es keine Heizung und es war total kalt, meinem Magen ging es auch noch nicht besser. Wir haben dann bis zum Abendessen nichts mehr unternommen. Es gab chinesisch im Hotel, ich konnte eh fast nichts essen und hab mir eine Schale Reis mit aufs Zimmer genommen. Mit dem Bestellen des Reis, hab ich das Personal dort mal wieder damit schockiert, dass ich chinesisch “kann“.
Am nächsten Morgen gingen die Männer mit unserer Führerin Xiao Ma (kleines Pferd) ein Kloster besichtigen, ich blieb im Hotel weil es mir noch immer nicht besser ging. Danach haben sie mich abgeholt und wir sind mit dem Auto um einen See und durch das Naturschutzgebiet gefahren. War sehr interessant, da liefen einfach frei Rinder, Schweine, Pferde und alle möglichen Tiere rum. Danach ging es wieder ins Hotel und um 16 Uhr trafen wir uns wieder mit dem kleinen Pferchen um durch die Altstadt zu schlendern und uns dann später auf Nahrungssuche zu begeben. In der Altstadt haben wir nochmal ein kleines Kloster besichtigt und uns wurden Einblicke in den tibetischen Buddhismus gewährt. Das Restaurant, dass wir anschließend aufsuchten bot westliches Essen an. (Ihr seht schon, wir suchen so oft wie Möglich die Abwechslung von dem chinesischem “Fraß“. um die zwei Baitinger-Männer zu zitieren. )
Danach sind wir dann auch recht schnell ins Hotel und ins Bett, denn am nächsten Tag ging um 8:50 Uhr der Flieger nach Lhasa, also hieß es um 7 Uhr das Hotel verlassen.


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